ABIB – DAS NEUE JAHR IN DER BIBEL

Im obigen Bild teilen wir mit euch die Daten für die diesjährigen Frühlingsfeste nach dem biblischen Kalender.

Wer unsere Beiträge verfolgt weiß, dass biblisch betrachtet ein neuer Monat stets mit der Sichtung des Neumondes am 29. oder 30. Tag des Monats anbricht. Ein Jahr hat dann 12 oder 13 Monate und der erste Monat im Jahr heißt Abib. Wie der Jahresanfang bestimmt wird, erklären wir kurz und knapp in diesen Artikel.

„Abib“ (hebräisch: אביב) bedeutet auf Hebräisch „Reifung der Gerste“ und damit „Frühlingszeit“. Der erste Monat des Jahres wird in der Tora, also den fünf Büchern Mose als Monat „Abib“ bezeichnet. Seit der babylonischen Gefangenschaft wird dieser Monat meist Nisan genannt (siehe Nehemia 2:1; Esther 3:7). Diese Namen werden austauschbar verwendet. Das rabbanitische Judentum hat fälschlicherweise das Neujahr („Rosch ha Schana“) auf den siebten Monat verlegt.

Die Grundbedeutung des Wortes „Abib“ ist das Wachstumsstadium der Gerste, wenn die Samen ihre volle Größe erreicht haben und mit Stärke gefüllt sind, aber noch nicht getrocknet sind. Während der Hagelplage (siehe 2. Mose 9:31) hieß es, die Gerste befinde sich im „Abib“-Reifestadium („in der Ähre stehen“) und der Flachs im „Givol“-Reifestadium („in der Blüte stehen“). Die Plage führte zu ihrer Zerstörung. Der Monat im hebräischen Kalender, in dem die Gerste dieses Stadium erreicht oder überschritten hat (siehe 2. Mose 13:4, 23:15), heißt „Abib“, das ist das biblische Neujahr. Am „Tag nach dem Schabbat“, dem ersten Sonntag nach dem Behinn des Pessachfestes begann damals die Ernte der Gerste. Es wurde eine Gerstengarbe geerntet, die Gott als Opfer dargebracht wurde (3. Mose 23:4-11), als der Tempel in Jerusalem noch existierte. Ab diesem Sonntag, wurden 50 Tage gezählt, so dass das Wochenfest „Schawuot“ stets an einem Tag nach dem Schabbat, also einem Sonntag stattfand.

Weitere Informationen dazu findet man in folgenden Bibelversen.

Da sprach Mosche zu dem Volk: Gedenkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem Haus der Knechtschaft, dass JHWH euch mit mächtiger Hand von dort herausgeführt hat: Darum sollt ihr nichts Gesäuertes essen! Heute seid ihr ausgezogen, im Monat Abib. Wenn dich nun JHWH in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hewiter und Jebusiter bringen wird, wie er es deinen Vätern geschworen hat, um dir ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließt, so sollst du diesen Dienst in diesem Monat bewahren. Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes (Brot) essen, und am siebten Tag ist ein Fest JHWHs. Man soll diese sieben Tage lang ungesäuertes (Brot) essen, und kein gesäuertes (Brot) soll bei dir gesehen werden; und kein Sauerteig soll gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und du sollst (das) deinem Sohn an jenem Tag erklären und sagen: Es ist um deswillen, was JHWH an mir getan hat, als ich aus Ägypten zog. Und es soll dir wie ein Zeichen sein in deiner Hand und ein Erinnerungszeichen vor deinen Augen, damit das Gesetz JHWHs in deinem Mund sei, weil JHWH dich mit mächtiger Hand aus Ägypten herausgeführt hat. Darum sollst du diese Ordnung einhalten, zur bestimmten Zeit, Jahr für Jahr.

2. Mose 13:3-10

Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten: Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen zur bestimmten Zeit im Monat Abib, so wie ich es dir befohlen habe; denn in diesem (Monat) bist du aus Ägypten ausgezogen. Und man soll nicht mit leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen. Sodann das Fest der Ernte, wenn du die Erstlinge deiner Arbeit darbringst von dem, was du auf dem Feld gesät hast; und das Fest der Einbringung am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit vom Feld eingebracht hast. Dreimal im Jahr sollen alle deine Männer erscheinen vor dem Angesicht JHWHs, des Herrn! Du sollst das Blut meiner Opfer nicht zusammen mit Sauerteig darbringen, und das Fett meiner Festopfer soll nicht bleiben bis zum anderen Morgen. Die frühesten Erstlinge deines Ackers sollst du in das Haus JHWHs, deines Gottes, bringen. […]

2. Mose 23:15-16

Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die bestimmte Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen. […] Und du sollst das Fest der Wochen halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung an der Wende des Jahres. Alles, was männlich ist bei dir, soll dreimal im Jahr erscheinen vor dem Herrscher, JHWH, dem Gott Israels. Denn ich werde gewisslich die Heidenvölker vor dir aus ihrem Besitz vertreiben und deine Grenzen erweitern, und niemand soll dein Land begehren, während du hinaufziehst, um dreimal im Jahr vor JHWH, deinem Gott, zu erscheinen. Du sollst das Blut meines Opfers nicht zusammen mit Sauerteig opfern. Und das Opfer des Pessachfestes soll nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen. Die Erstlinge von den ersten Früchten deines Ackers sollst du in das Haus JHWH, deines Gottes, bringen.

2. Mose 34:18-26

Das sind aber die Feste JHWHs, die heiligen Versammlungen, die ihr zu festgesetzten Zeiten einberufen sollt: Im ersten Monat, am vierzehnten (Tag) des Monats, zur Abendzeit, ist das Pessach JHWHs. Und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote für JHWH. Da sollt ihr sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen. Am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, und ihr sollt JHWH sieben Tage lang ein Feueropfer darbringen. Am siebten Tag ist eine heilige Versammlung, da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten. Und JHWH redete zu Mosche und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt, so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen. Der soll die Garbe weben vor JHWH, zum Wohlgefallen für euch; am Tag nach dem Schabbat soll sie der Priester weben. Ihr sollt aber an dem Tag, an dem ihr eure Garbe webt, JHWH ein Brandopfer opfern von einem makellosen einjährigen Lamm, und das dazugehörige Speisopfer, zwei Zehntel Feinmehl, mit Öl angerührt, ein Feueropfer, JHWH zum lieblichen Geruch, sowie das dazugehörige Trankopfer, ein Viertel Hin Wein. Ihr sollt aber weder Brot noch geröstetes Korn noch Jungkorn essen bis zu ebendiesem Tag, da ihr eurem Gott diese Gabe darbringt. Das ist eine ewig gültige Ordnung für eure (künftigen) Geschlechter in allen euren Wohnorten. Danach sollt ihr euch vom Tag nach dem Schabbat, von dem Tag, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzählen, bis zu dem Tag, der auf den siebten Schabbat folgt, nämlich 50 Tage sollt ihr zählen, und dann JHWH ein neues Speisopfer darbringen. Ihr sollt nämlich aus euren Wohnungen zwei Webebrote bringen, von zwei Zehntel (Epha) Feinmehl (zubereitet); die sollen gesäuert gebacken werden als Erstlinge für JHWH. Zu dem Brot aber sollt ihr sieben einjährige, makellose Lämmer darbringen und einen Jungstier und zwei Widder; das soll das Brandopfer für JHWH sein; und das dazugehörige Speisopfer und Trankopfer — ein Feueropfer, JHWH zum lieblichen Geruch. […] Die sollen JHWH heilig sein und dem Priester gehören. Und ihr sollt an ebendiesem Tag ausrufen lassen: »Eine heilige Versammlung soll es euch sein, und keine Werktagsarbeit sollt ihr verrichten!« Das ist eine ewig gültige Ordnung in allen euren Wohnorten für eure (künftigen) Geschlechter.

3. Mose 23:4-21

Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Pessach JHWHs; und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist das Fest; sieben Tage soll man ungesäuertes (Brot) essen. Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, sondern ihr sollt JHWH ein Feueropfer, nämlich ein Brandopfer, darbringen: […] Auf diese Weise sollt ihr täglich, sieben Tage lang, JHWH die Speise des wohlriechenden Feueropfers opfern; neben dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer soll es geopfert werden. Und am siebten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten. Auch am Tag der Erstlinge, wenn ihr JHWH das neue Speisopfer an eurem Wochenfest darbringt, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, […] Diese Opfer sollt ihr darbringen, außer dem beständigen Brandopfer mit seinem Speisopfer — sie sollen makellos sein —, und ihre Trankopfer dazu.

4. Mose 28:16-31

Halte den Monat Abib, und feiere JHWH, deinem Gott, das Pessach; denn im Monat Abib hat dich JHWH, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten herausgeführt. Und du sollst JHWH, deinem Gott, als Pessach Schafe und Rinder opfern an dem Ort, den JHWH erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Du darfst nichts Gesäuertes dazu essen. Du sollst sieben Tage lang ungesäuertes Brot des Elends dazu essen, denn du bist in eiliger Flucht aus dem Land Ägypten gezogen; darum sollst du dein Leben lang an den Tag deines Auszugs aus dem Land Ägypten gedenken! Und es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Gebiet; und von dem Fleisch, das am Abend des ersten Tages geschlachtet worden ist, soll nichts über Nacht bis zum Morgen übrig bleiben. Du darfst das Pessach nicht in einem deiner Tore schlachten, die JHWH, dein Gott, dir gibt; sondern an dem Ort, den JHWH, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, dort sollst du das Pessach schlachten, am Abend, wenn die Sonne untergeht, zu eben der Zeit, als du aus Ägypten zogst. Und du sollst es braten und an dem Ort essen, den JHWH, dein Gott, erwählen wird; und du sollst am Morgen umkehren und wieder zu deinem Zelt gehen. Sechs Tage lang sollst du Ungesäuertes essen; und am siebten Tag ist eine Festversammlung für JHWH, deinen Gott; da sollst du kein Werk tun. Sieben Wochen sollst du dir abzählen; wenn man anfängt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Dann sollst du JHWH, deinem Gott, das Fest der Wochen halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nachdem JHWH, dein Gott, dich gesegnet hat. Und du sollst fröhlich sein vor JHWH, deinem Gott, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der in deinen Toren ist, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Und bedenke, dass du ein Knecht in Ägypten gewesen bist; und du sollst diese Satzungen bewahren und tun!

5. Mose 16:1-12

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