DAS NEUJAHRSFEST „SILVESTER“

1.) Ein Fest zum neuen Jahr?

Ein Jahresendfest wurde bereits im Römischen Reich gefeiert, erstmals zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde, sodass die direkte Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren ging1Cicero. Ad Atticus 16,1,4. Ursprünglich war der December der zehnte Monat des Jahres (lat.: zehn, von „decem“) und das Jahr begann mit dem Frühling im März2Manfred Clauss. Kaiser und Gott: Herrscherkult im römischen Reich. S.241. Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester (lat.: Waldmensch, von „silva“) geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag von Silvester I. († 31. Dezember 335). Der Liturgische Kalender führt den Tag seit 813 auch als dessen Namenstag3Brauchtum: Ohne Papst kein Silvester. Am 30. Dezember 2021 abgerufen.. Die Tradition des Feuerwerks geht auf das Chinesische Neujahrsfest zurück. Dort werden sogenannte Drachen- und Löwentänze bei großen Festen aufgeführt. Die Tänze samt lauter Musik und Feuerwerken sollen Glück bringen und das Böse vertreiben4WeDesignTrips. Am 30.12.2021 aufgerufen.]. Bei privaten Silvesterfeiern sind Bleigießen bzw. Zinn- oder Wachsgießen zum Jahreswechsel weit verbreitet. Dies diente ursprünglich der Wahrsagerei.



2.) Wann beginnt das Jahr? Aber Was sagt die Bibel dazu?

Gerade in bibeltreuen Kreisen höre ich regelmäßig, dass das neue Jahr im Herbst anfängt – in Kombination dazu höre ich dann den Begriff „Rosch ha-Schana“ (hebr. „Kopf der Wochen“ / „Beginn des Jahres“). Diesen Begriff finden wir in der Bibel jedoch nicht und auch erst im Talmud – einer außerbiblischen, rabbanitischen Schrift – lesen wir, dass Rosch ha-Schana der Beginn und in der Folge Jahrestag der Weltschöpfung sei, da an diesem Tag traditionell die Erschaffung des ersten Menschen Adam stattfand. Biblisch bezeugen lässt sich dies – wie gesagt – nicht!

Gott führte aber in der Tora tatsächlich eine Monats- und somit auch Jahreszählung ein. Das biblische neue Jahr beginnt mit dem Monat „Abib“ (auch bekannt als „Nisan“), in dem auch das Pessachfest gefeiert wird.

Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll für euch der erste Monat des Jahres sein.

2. Mose 12:2
Warum der Erste Monat mit Abib bezeichnet wird, liegt daran, dass im Ersten Monat die Gerste ein bestimmtes Stadium erreicht hat: den „Abib“. Es ist das Stadium, in dem die Gerste „die volle Größe“ erreicht und bereits eine gewisse starre angenommen hat, aber noch nicht vollständig getrocknet ist. Abib ist der „Ährenmonat, in welchem das Passah und der Beginn der Gerstenernte fallen“4Abraham Meister. Biblisches Namen-Lexikon. S.18+328. Auch in vielen Bibelübersetzungen wird Abib mit „Ähre“ übersetzt z. B. in 2. Mose 9:31 oder 3. Mose 2:145mehr Informationen gibt es bei AbibOfGod. Am 30.11.2021 aufgerufen.. Der Beginn des ersten Abib wiederum lässt sich mit Hilfe des Neumondes, bzw. der Sichtung des Neumondes bestimmen6siehe Datei „Monatsbeginn“. Am 30.12.2021 aufgerufen.. Letztlich lässt sich feststellen, dass das neue Jahr biblisch betrachtet, abhängig der obigen Faktoren zwischen ende Februar und Anfang April angesetzt werden muss. Spannend ist hierbei, dass sich dies dann sogar mit dem altrömischen Kalender, interessanterweise auch mit vielen anderen traditionellen Kalendern diverser Kulturen deckt.

3.) Dürfen wir dennoch Feuerwerk mit dem Hintergrund entzünden, dass es zu Neujahrsfesten dem Vertreiben von Dämonen diente? Dürfen wir Blei, Zinn oder Wachs gießen, wenn es eigentlich Wahrsagerei ist?

Der Grund dieser Traditionen entfällt, wenn man Silvester nicht feiert. Unabhängig von Silvester sollen wir uns aber von jedem Götzendienst und auch von Zauberei und Wahrsagerei fernhalten. Die Bibel ist diesbezüglich deutlich:

Ihr sollt euch nicht an die Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen, denn ich, JHWH, bin euer Gott. […] Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben.

3. Mose 19:4,26

Es soll niemand unter dir gefunden werden, […] der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet.

5. Mose 18:10-11

Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!

Römer 13:12-14

Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst!

1. Korinther 10:14

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Galater 5:19-21

Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.

Epheser 5:6-13

Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.

Kolosser 3:5-7

Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten.

1. Petrus 4:1-5

4.) Biblisch handeln:

Dies alles ist für uns Grund genug, Sylvester und alle damit verbundenen Bräuche abzulehnen und stattdessen am ersten Abib in das Schofar (hebr. Widderhorn) zu blasen, wie Gott es geboten hat.

Singt fröhlich Gott, der unsere Stärke ist, jauchzt dem Gott Jakobs! Stimmt ein Lied an und nehmt das Tamburin zur Hand, die liebliche Laute samt der Harfe! Stoßt am Neumond in das Horn, am Vollmond, zum Tag unseres Festes! Denn das ist eine Satzung für Israel, es ist eine Verordnung des Gottes Jakobs.

Psalm 81:2-4

5 Gedanken zu “DAS NEUJAHRSFEST „SILVESTER“”

  1. HalleluJaH! Das ist eine so wunderbare Ausarbeitung und ich bin dankbar, sie zu mir genommen zu haben!

    Auch wenn ich vieles, was den Götzendienst daran betrifft, wusste, so fand ich die Textstellen dazu einfach nur erquicklich. Toda Raba unseren Abba

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