IST DIE BIBEL WAHR? – Teil 2

THESE: Die Luft hat ein Gewicht.


Als er dem Winde ein Gewicht bestimmte,

Hiob 28:25


Das Buch Hiob, dass je nach Quelle irgendwann zwischen den Jahren 2200 v. u. Z. und 1400 v. u. Z. spielt und zwischen 2200 v. u. Z. und 250 v. u. Z geschrieben worden ist sagt aus, dass Gott der Luft ein Gewicht gegeben hat. Doch bis ins Barock war es nicht denkbar, dass die Luft ein Gewicht haben könnte, da noch gar nicht bekannt war, dass die Luft in der irdischen Atmosphäre aus Gasen und anderen Inhaltsstoffen bestand. Auch gab es keine technische Möglichkeit, ein Gewicht der Luft zu berechnen. Deshalb dachte die Menschheit bis dahin, dass die Luft inhaltslos, also sprichwörtlich „Nichts“ sei, obwohl Hiob schon bis zu 3814 Jahre früher von Gott wusste, dass die Luft ein Gewicht hat.


Erst im Jahr 1614 n. u. Z. bestimmte Galileo Galilei das Gewicht der Luft als 1/660 des Gewichtes von Wasser (vgl. „Infoblatt Galileo Galilei“, Klett). Die Vorarbeit hierfür leistete der deutsche Wissenschaftler Georgius Agricola, der um 1550 n. u. Z. die Hypothese über den Luftdruck aufstellte (vgl. Georgius Agricola: „De re metallica. Band 6“. Um 1550 n. u. Z.). Erst mit Hilfe der Erfindung des Barometer in den 1640er Jahren n. u. Z. durch Giovanni Battista Baliani und Evangelista Torricelli (vgl. „Lexikon“, physik.cosmos-indirekt) konnte das Gewicht der Luft endgültig bewiesen werden.
Heute weis die Wissenschaft, dass die Luft ein Gasgemisch aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,9% Argon, 0,04% Kohlenstoffdioxid und 0,06% anderer Gase und Inhaltsstoffe wie z. B. Staub ist (vgl. „Luftdichte“, Chemie.de). Außerdem kann heute jeder ein Barometer besitzen und in den Schulen lernen Menschen, wie man das Gewicht der Luft berechnet. Im Wohnort des Autors wiegt die Luft heute ca. 1,25kg/m3.


FAKT: Die Luft hat ein Gewicht.

8 Gedanken zu “IST DIE BIBEL WAHR? – Teil 2”

  1. Ja, die Luft hat ein Gewicht. Aber in Hiob ist streng genommen nicht von Luft die Rede, sondern von Wind. Und das ist nicht dasselbe.

    Nehmen wir z.B. die deutsche Übersetzung der New International Version: „Schon damals, als er dem Wind seine Wucht gab und den Wassermassen eine Grenze setzte;…“ – und plötzlich stellt sich die Frage, ob nicht Wucht oder Kraft im Kontext bessere Übersetzungen darstellen.

    Hier nochmals auf Englisch nebst zwei anderen Übersetzungen:

    Job 28:25 NIV
    When he established the force of the wind and measured out the waters

    Job 28:25 NLT
    He decided how hard the winds should blow and how much rain should fall.

    Job 28:25 NCV
    When God gave power to the wind and measured the water.

    Vielleicht sollte man Metaphoriken ja einfach stehen lassen.

    1. Leider muss ich Ihnen widersprechen und gebe Ihnen außerdem den lieben Rat, das Bibelstudium nicht mit Hilfe irgendwelcher schlechten Übersetzungen zu gestalten. Schauen wir im hebräischen Originaltext finden wir für das Wort, dass die Schlachter 2000 mit „Gewicht“ wiedergibt, das hebräische Wort „mischkal“ (Strong’s H4948), welches tatsächlich einfach nur „Gewicht“ bedeutet, wie andere Bibelstellen bezeugen (vgl. 1.Mose 24:22, 3.Mose 19:35). Das Wort „mischkal“ leitet sich von „schakal“ (Strong’s H8254) ab, was „etwas wiegen“ bedeutet und auch so in der Bibel verwendet wird (vgl. 1.Mose 23:16, 2.Mose 22:17). Vielleicht sollte man nicht alles metaphorisch betrachten, oder ist der Gesalbte Jeschua auch nur metaphorisch für sie gestorben?

      1. Ja, diese schlechten Übersetzungen sind schon ärgerlich…aber wenigstens ist in der Schlachterbibel von Wind die Rede und nicht von Luft – oder handelt es sich hier auch um eine schlechte Übersetzung?

        1. Tatsächlich ist auch die Schlachter nicht immer fehlerfrei – jede noch so gute Übersetzung muss gegenüber dem Original Abstriche machen. Tatsächlich ist „Wind“ nur eine der Übersetzungsmöglichkeiten. Die andere Option, ist wie im Artikel erwähnt „Luft“. Statt zu versuchen, gegen dieses wunderbare Bild zu schießen, dass Gott uns in der Bibel gegeben hat, könnten sie dies auch einfach freudvoll annehmen. Gesegneten Abend Ihnen.

          1. Können Sie mir irgendeine Bibelübersetzung nennen, die in Hiob das Wort Luft an Stelle von Wind verwendet?

          2. Wie Sie sehen, habe ich selber für den Artikel den Text nach der Schlachter verwendet. mir ist keine deutsche Übersetzung bekannt, die es mit „Luft“ übersetzt. Dies ändert aber die hebräische Sprache nicht. Das hier verwendete Wort „ruach“ (Strong’s H7307) kann „Atem“, „Wind“, „Luft“ oder „Geist“ im Deutschen bedeuten. So wie Gott seinem „Ruach ha Kodesch“ – dem „Geist der Heiligkeit“ – ein geistliches Gewicht gibt, so gibt er auch dem Wind eine gewichtige Kraft und hat in der Erschaffung der Erde eben auch der Luft ein Gewicht gegeben. Ich werde Ihnen an dieser Stelle keine Empfehlung für eine Übersetzung geben, sondern möchte sie noch einmal dazu ermutigen, die Bibel in der originalen Sprache zu studieren. Falls Ihnen dafür die nötigen Kenntnisse fehlen, gibt es so genannte „Interlinearübersetungen mit Strong’s-Nummern-Konkordanz“, die sehr hilfreich sind. Schalom.

  2. Vielen Dank für Ihre freundlichen Hinweise.

    Aufgrund der Nahe zum Mittelmeer war für die Israeliten der Anblick von Segelschiffen vermutlich gang und gäbe.
    Jetzt bedarf es m.E. keiner großen Phantasie, sich ein horizontal gespanntes, beschwertes Tuch verzustellen, dass sich in derselben Weise durchwölbt wie ein vom Wind gebauschtes Segel.

    Von daher war es eigentlich naheliegend, auch dem Wind eine Stärke bzw. ein Gewicht zuzuschreiben.

    Zur Zeit von Galilei und Torricelli debattierte man m.W. auch nicht für die Frage, ob Luft ein Gewicht habe, sondern, ob es ein absolutes Nichts geben könne („Horror vacui“).

    Als Nebeneffekt erfand Torricelli dann das Barometer, womit man endlich ein Messinstrument hatte.

    1. Da Ijob kein Israelit, sondern Edomiter war, lebte er in der Wüste und nicht am Meer. Vielleicht hat auch mal auf einer Reise ein Schiff gesehen, dies ist möglich. Es ändert nichts an der Tatsache, dass der Satz wörtlich übersetzt bedeutet, dass die Luft ein Gewicht hat. Ich danke Ihnen für die wissenschaftliche Korrektur, doch ändert diese Tatsache nicht, dass sie herausfanden, dass die Luft ein Gewicht hat.

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