JOM TERUA: DAS SCHOFAR

Immer wieder und besonders vor dem Posaunenfest, werde ich gefragt, was man an Jom Terua eigentlich machen soll. In der Bibel lesen wir folgendes:

Und JHWH redete zu Mosche und sprach: Rede zu den Kindern Jisraels und sprich: Im siebten Monat, am ersten des Monats, soll ein Ruhetag für euch sein, ein Gedenken unter Hörnerschall, eine heilige Versammlung. Ihr sollt keine Werktagsarbeit verrichten, sondern JHWH ein Feueropfer darbringen

3.Mose 23:23-25

Und am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, denn es ist euer Tag des Hörnerschalls. Und ihr sollt JHWH Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch […] Brandopfer des Neumonds […] nach ihrer Vorschrift, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für JHWH.

4.Mose 29:1-6

Kurz zusammengefasst: Wir sollen am Posaunenfest in heiliger Versammlung ruhen, keine Werksarbeit verrichten und dabei Schofar blasen und hören. Der Tag ist also einem Schabbat sehr ähnlich, auch wenn es natürlich kein üblicher Schabbat, sondern eben ein Festtag ist. Dies bedeutet wiederum im Umkehrschluss, dass nicht alle Gebote die zum Schabbat gehören für uns bindend sind. Wir dürfen Feuer entzünden, Kochen und sogar Reisen wenn nötig. Der größte Unterschied ist in jedem Fall das Schofarblasen. Wir sollen unbedingt Schofar am Posaunenfest blasen!

Da oft die Frage aufkommt, wozu das Schofarblasen dient, habe ich eine Liste mit Bibelverse zusammengeschrieben und beleuchte zunächst auch den traditionellen Kontext über das Schofarblasen. Wenn keine Zeit ist, den ganzen Artikel zu lesen, findet sich die kurze Liste am Ende dieses Beitrages.

1.) Das Schofar:

Das Schofar (שׁוֹפָר) ist im Judentum ein aus dem Horn eines Widders oder eines Kudu gefertigte Musikinstrument, hat seinen Ursprung in der Bibel und dient rituellen Zwecken. Der Schofar wurde bei vielen Anlässen zusammen mit der trompetenähnlichen Chazozra im Tempel von Jerusalem geblasen. In nachbiblischer Zeit gewann das Schofar im Judentum an Bedeutung, da künstlich erschaffene Musikinstrumente aus Trauer über die Zerstörung des Tempels aus der Liturgie verbannt wurden. Laut jüdisch-rabbanitischer Tradition gibt es insgesamt vier grundlegende Signale:


2.) Altes Testament:

Die Bibel spricht an vielen Stellen davon, dass das Schofar einen bestimmten Zweck erfüllt.

2.1) Das Volk Gottes am Berg Sinai versammeln:

Niemandes Hand soll ihn [den Berg Sinai] anrühren, sonst soll derjenige unbedingt gesteinigt oder erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, er soll nicht am Leben bleiben. Wenn aber das Horn anhaltend ertönt, dann sollen sie zum Berg kommen! […] Und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen, und eine dichte Wolke lag auf dem Berg, und [es ertönte] ein sehr lauter Schall von Schopharhörnern. Da erschrak das ganze Volk, das im Lager war. Und Mose führte das Volk aus dem Lager, Gott entgegen, und sie stellten sich unten am Berg auf. Aber der ganze Berg Sinai rauchte, weil JHWH im Feuer auf ihn herabstieg. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig. Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit lauter Stimme.

2.Mose 19:13-19

Der Klang des Schofars löste große Furcht und Ehrfurcht aus, als Gott auf den Sinai herabkam, um seinen Bund mit dem Volk zu schließen.

→ Der Klang des Schofars ruft uns in die Nähe von JHWH und erinnert uns heute an den durch Jeschua erneuerten Bund, den JHWH mit allen Gläubigen der Erde geschlossen hat. Wir können in Ehrfurcht und Gottesfurcht zu Ihm kommen.

2.2) Proklamieren der Freiheit im Jubeljahr:

Und du sollst dir sieben Sabbatjahre abzählen, nämlich siebenmal sieben Jahre, sodass dir die Zeit der sieben Sabbatjahre 49 Jahre beträgt. Da sollst du Hörnerschall ertönen lassen im siebten Monat, am zehnten [Tag] des siebten Monats; am Tag der Versöhnung sollt ihr ein Schopharhorn durch euer ganzes Land erschallen lassen. Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt im Land eine Freilassung ausrufen für alle, die darin wohnen. Es ist das Halljahr, in dem jeder bei euch wieder zu seinem Eigentum kommen und zu seiner Familie zurückkehren soll.

3.Mose 25:8-10

So wie das Schofar das Signal dafür war, dass Gott sein Volk zu sich holte, um seinen Bund mit seinem Volk aufzurichten, so kündigte derselbe Klang alle 50 Jahre am Ende des Versöhnungstag, die Freiheit und die Segnungen des Bundes an.

→ Der Klang des Schofars erinnert uns an die Freiheit, die wir in Jeschua haben. Durch Jeschua hat JHWH den erneuerten Bund mit uns aufgerichtet und wir erhalten die Freiheit, da wir als Erben Gottes die vollständige Vergebung unserer Sündenschuld erhalten.

2.3) Mauern niederreißen und den Sieg über die Feinde erringen:

Und JHWH sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben. Darum sollt ihr um die Stadt ziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum. So sollst du es sechs Tage lang tun. Und sieben Priester sollen sieben Hörner des Halljahres vor der Lade hertragen; und am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen in die Schopharhörner stoßen. Und es soll geschehen, wenn man das Horn des Halljahres bläst und ihr den Ton des Schopharhornes hört, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann werden die Stadtmauern in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin! Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester zu sich und sprach zu ihnen: Tragt die Bundeslade und lasst sieben Priester sieben Hörner des Halljahres vor der Lade JHWHs hertragen! […] Als Josua dies zum Volk gesagt hatte, zogen die sieben Priester hin, welche die sieben Hörner des Halljahres vor JHWH hertrugen, und sie stießen in die Hörner, und die Bundeslade JHWHs folgte ihnen nach. Und die gerüsteten Krieger schritten vor den Priestern her, die in die Hörner stießen, und die Nachhut folgte der Lade nach, und sie stießen beständig in die Hörner. […] Und Josua stand am Morgen früh auf, und die Priester trugen die Lade JHWHs, auch trugen die sieben Priester die sieben Hörner des Halljahres vor der Lade JHWHs her und stießen fortwährend in die Hörner; und die gerüsteten Krieger gingen vor ihnen her, aber die Nachhut folgte der Lade JHWHs, und sie stießen fortwährend in die Hörner. […] Und es geschah beim siebten Mal, als die Priester in die Hörner stießen, da sprach Josua zum Volk […] Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und [die Priester] stießen in die Schopharhörner. Als nun das Volk den Schall der Hörner hörte und ein großes Kriegsgeschrei erhob, da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk drang in die Stadt ein, jeder gerade vor sich hin. So nahmen sie die Stadt ein.

Josua 6:2-20

Als die Schofare geblasen wurden und das Volk schrie, fielen die Mauern, und ihre Feinde wurden besiegt.

→ Heute können wir das Schofar blasen und einen Siegesschrei ausstoßen und jede Mauer, die der Widersacher und andere gebaut haben, wird zum Einsturz kommen, denn durch Jeschua sind unsere Feinde besiegt.

2.4) Feiern der Bundeslade:

Als nun dem König David berichtet wurde: »JHWH hat das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte, gesegnet um der Lade Gottes willen!«, da ging David hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids. Und es geschah, wenn die Träger der Lade JHWHs sechs Schritte gegangen waren, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf. David aber tanzte mit aller Macht vor JHWH her, und David war mit einem leinenen Ephod umgürtet. So führten David und das ganze Haus Israel die Lade JHWHs mit Jubelgeschrei und mit dem Schall des Schopharhorns herauf.

2.Samuel 6:12-15

David und das ganze Volk Israel brachten die Bundeslade JHWHs unter Jubel und dem Blasen des Schofars herauf. Dies drückte der Klang des Jubels und das freudige Rufen des Volkes aus.

→ Die Bundeslade repräsentierte die Gegenwart Gottes und brachte dem Volk Gottes immer den Segen des Bundes. Wenn das Schofar geblasen wird, können wir uns freuen, schreien und feiern, genau wie David es tat, denn die Gegenwart Gottes ist in uns durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist wirksam geworden und wir sind Empfänger des Segens des erneuerten Bundes, der durch Jeschua errichtet wurde.

2.5) Versammeln Sie das Volk zum Krieg:

Verkündigt es in Juda und lasst es hören in Jerusalem und sagt es; stoßt in das Schopharhorn im Land, ruft aus voller Kehle und sprecht: »Versammelt euch und lasst uns in die festen Städte ziehen!«

Jeremia 4:5

Flieht, ihr Kinder Benjamins, aus Jerusalems Mitte, und stoßt in das Schopharhorn in Tekoa, und über Beth-Kerem richtet ein Zeichen auf; denn ein Unheil droht von Norden her und ein großes Verderben!

Jeremia 6:1

Und Jonathan schlug den Wachtposten der Philister, der bei Geba war, und die Philister hörten es. Saul aber ließ im ganzen Land das Schopharhorn blasen und sagen: Die Hebräer sollen es hören! Und ganz Israel hörte sagen: Saul hat den Philisterposten geschlagen; auch hat sich Israel bei den Philistern verhasst gemacht! Und das Volk wurde zusammengerufen, um Saul nach Gilgal zu
folgen.

1.Samuel 13:3-4

Saul blies das Schofar im ganzen Land, um die Befreiung von der Unterdrückung durch die Philister zu verkünden und das Volk zu versammeln, um zu kämpfen und den Feind zu besiegen. Das erste Schofar wurde in den umliegenden Orten geblasen und ein Signalfeuer entzündet. Ein zweiter Schlag wurde geblasen, der dann in einem weiter entfernten Ort zusammen mit einem Signalfeuer beantwortet wurde. Auf diese Weise wurde die Verkündigung schnell durch das ganze Land geschickt, um das Volk zum Kampf zusammenzurufen.

→ Der Klang des Schofars ruft uns auf, uns zu versammeln, um die Unterdrückung zu brechen, die der Widersacher versucht, über uns zu bringen. Wir sichern, die uns bereits durch Jeschua gegeben wurde. Wir werden zulassen, dass das alles verzehrende Feuer unser Leben entzündet und Menschen zusammenzieht, um JHWH zu dienen.

2.6) Überwindung des Feindes:

Als nun Gideon die Erzählung des Traumes und seine Auslegung hörte, da betete er an. […] Macht euch auf, denn JHWH hat das Lager der Midianiter in eure Hand gegeben! […] und gab ihnen allen Schopharhörner in die Hand und leere Krüge und brennende Fackeln darin; und er sprach zu ihnen: Schaut auf mich, und macht es ebenso! […] Wenn ich und alle, die mit mir sind, in das Horn stoßen, so sollt auch ihr rings um das ganze Lager in die Hörner stoßen und rufen: »Für JHWH und Gideon!« Als nun Gideon und die 100 Mann, die bei ihm waren, an den Rand des Heerlagers kamen, […] stießen sie in die Hörner und zerschlugen die Krüge in ihren Händen. Da stießen alle drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber mit ihrer linken Hand die Fackeln und in ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen, und sie riefen: Ein Schwert für JHWH und für Gideon! […] während die 300 Mann in die Hörner stießen, richtete JHWH in dem ganzen Lager das Schwert eines jeden gegen den anderen. Und das Heer floh bis Beth-Sitta, gegen Zererat, bis an das Ufer von Abel-Mechola, bei Tabbat. <<

Richter 7:15-22

Als Gideon und seine Männer das Schofar bliesen, verkündeten sie damit den Sieg über ihre Feinde.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, erklären wir den Sieg über den Widersacher und alle Feinde. Wir verkünden, dass unser Sieg durch Jeschua gesichert ist.

2.7) Hört auf, euch unter Brüdern zu streiten:

Da rief Abner dem Joab zu und sprach: Soll denn das Schwert unaufhörlich fressen? Weißt du nicht, dass zuletzt eine Erbitterung entstehen wird? Und wie lange willst du nicht dem Volk sagen, dass es ablassen soll von seinen Brüdern? Joab sprach: So wahr Gott lebt, wenn du nicht gesprochen hättest, dann hätte sich das Volk schon an diesem Morgen zurückgezogen, und jeder hätte von der Verfolgung seines Bruders abgelassen! Und Joab stieß in des Schopharhorn, und alles Volk stand still und jagte Israel nicht mehr nach, und sie kämpften auch nicht mehr. Abner aber und seine Männer marschierten die ganze Nacht durch die Arava, und sie überschritten den Jordan und durchzogen die ganze Schlucht und kamen nach Mahanajim.

2.Samuel 2:26-29

Joab benutzte den Klang des Schofars, um das Volk davon abzuhalten, sich untereinander zu streiten.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, beendet es die Spaltung unter den Gläubigen und ruft das Volk auf, mit dem Kämpfen aufzuhören und in Einigkeit zusammenzukommen.

2.8) Warnung vor dem Gericht für Sünde

Wenn nun dieser das Schwert über sein Land kommen sieht, so stößt er ins Schopharhorn und warnt das Volk. Wenn dann jemand den Schall des Schopharhornes hört und sich nicht warnen lassen will, und das Schwert kommt und rafft ihn weg, so kommt sein Blut auf seinen Kopf; denn da er den Schall des Schopharhornes hörte, sich aber nicht warnen ließ, so sei sein Blut auf ihm! Hätte er sich warnen lassen, so hätte er seine Seele gerettet. Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht und nicht ins Schopharhorn stößt und das Volk nicht gewarnt wird und das Schwert kommt und einen von ihnen wegrafft, so wird derjenige zwar um seiner Sünde willen weggerafft, aber sein Blut werde ich von der Hand des Wächters fordern.

Hesekiel 33:3-6

Der Klang des Schofars wurde benutzt, um das Volk zu warnen, Buße zu tun und sich JHWH zuzuwenden, um zu verhindern, dass das Gericht über das Volk wegen seiner Ungerechtigkeit kommt.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, ist es eine Erinnerung daran, dass wir uns von unserer Sünde abwenden und zu JHWH umkehren müssen, weil er uns durch Jeschua von dem kommenden Zorn erlöst hat.

2.9) Warnung vor dem kommenden Tag JHWHs:

Stoßt in das Schopharhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag JHWHs kommt, ja, er ist nahe — ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels. Wie Morgenrot breitet sich über die Berge aus ein großes, mächtiges Volk, wie es seinesgleichen von Ewigkeit her nicht gegeben hat und auch in künftigen Zeiten und Generationen nicht mehr geben wird.

Joel 2:1-2

Die Posaune JHWHs wird als Warnung vor dem kommenden Tag des Gerichts ertönen.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, wissen wir, dass Jeschua bald kommt und diese Welt mit allen Feinden JHWHs gerichtet werden wird.

2.10) Die Einsetzung eines Königs ankündigen:

Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollen ihn dort zum König über Israel salben; und stoßt in das Schopharhorn und ruft: Es lebe der König Salomo

1.Könige 1:34

Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm das Zeugnis; und sie machten ihn zum König und salbten ihn und klatschten in die Hände und sprachen: Es lebe der König! Als aber Athalja das Geschrei der Leibwächter und des Volkes hörte, kam sie zu dem Volk in das Haus JHWHs. Und sie schaute, und siehe, da stand der König auf dem Podium, wie es Sitte war, und die Obersten und Trompeter bei dem König; und das ganze Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriss Athalja ihre Kleider und schrie: Verrat! Verrat!

2.Könige 11:12-14

Das Blasen des Schofars erkannte die Autorität des Königs als von Gott eingesetzt an.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, etabliert es Jeschua als König und Autorität.

2.11) Einen Neubeginn verkünden:

Aber an euren Freudentagen, es sei an euren Festen oder an euren Neumonden, sollt ihr in die Trompeten stoßen bei euren Brandopfern und euren Friedensopfern, damit an euch gedacht wird vor eurem Gott; ich, JHWH, bin euer Gott.

4.Mose 10:10

Stimmt ein Lied an und nehmt das Tamburin zur Hand, die liebliche Laute samt der Harfe! Stoßt am Neumond in das Horn, am Vollmond, zum Tag unseres Festes! Denn das ist eine Satzung für Israel, es ist eine Verordnung des Gottes Jakobs.

Psalm 81:3-5

Das Blasen des Schofars diente als Erinnerung daran, alles, was für JHWH getan wurde, mit Dankbarkeit anzugehen, und um einen neuen Anfang zu verkünden.

→ Wenn das Schofar geblasen wird, erinnert es uns daran, dass wir alles, was wir beginnen oder JHWH anbieten, mit Danksagung tun sollen. Jeden Tag, an dem JHWH uns durch Jeschua einen neuen Anfang schenkt, sollten wir mit Danksagung beginnen.

2.12) Versammlung der Zerstreuten:

Und es wird geschehen an jenem Tag, dass JHWH ein Dreschen veranstalten wird von den Fluten des [Euphrat-]Stromes an bis zum Bach Ägyptens, und ihr sollt gesammelt werden, ihr Kinder Israels, eins ums andere. Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird das große Schopharhorn geblasen werden; da werden heimkommen die Verlorenen aus dem Land Assyrien und die Vertriebenen aus dem Land Ägypten; und sie werden JHWH anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.

Jesaja 27:13

Jesaja verkündet, dass die Posaune JHWHs ertönen wird und die Verlorenen und Vertriebenen versammeln werden, um Gott anzubeten.

→ Wenn das Schofar erklingt, ist das ein Aufruf, uns an die zukünftige Sammlung des Gottesvolkes zu erinnern und in Anbetung für die Verlorenen und Vertriebenen einzutreten, auf dass sie bald durch den Messias Jeschua erneut Zugang zu JHWH erhalten.

2.13) Gott loben und anbeten:

Er wird unser Erbteil für uns erwählen, den Stolz Jakobs, den er geliebt hat. (Sela.) Gott ist aufgefahren mit Jauchzen, JHWH mit Hörnerschall. Lobsingt Gott, lobsingt! Lobsingt unserem König, lobsingt!

Psalm 47:5-7

Jauchzt JHWH, alle Welt; brecht in Jubel aus, frohlockt und lobsingt! Lobsingt JHWH mit der Laute, mit der Laute und mit klangvoller Stimme, mit Trompeten und Hörnerschall; jauchzt vor dem König, JHWH!

Psalm 98:4-6

Hallelujah! Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in der Ausdehnung seiner Macht! Lobt ihn wegen seiner mächtigen Taten, lobt ihn wegen seiner großen Herrlichkeit! Lobt ihn mit Hörnerschall, lobt ihn mit Harfe und Laute! Lobt ihn mit Tamburin und Reigen, lobt ihn mit Saitenspiel und Flöte! Lobt ihn mit hellen Zimbeln, lobt ihn mit wohlklingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe JHWH! Hallelujah!

Psalm 150

Das Schofar wurde als ein Akt der Anbetung geblasen, während die Leviten in ihrem Dienst vor JHWH tätig waren. Das Schofar wurde bei vielen Gelegenheiten im Gottesdienst eingesetzt. Viele davon sind im Buch der Chronik aufgezeichnet (siehe z.B. 1.Chronik 13:8,15:24-28,16:6, 16:42; 2.Chronik 5:12-13, 7:6, 13:12-14, 15:14, 23:13 und 29:26-27).

→ Wenn das Schofar geblasen wird, können wir in die Anbetung eintreten, wenn wir uns selbst als lebendige Opfer für JHWH durch Jeschua darbringen. Wenn das Schofar während der Zeiten der Anbetung geblasen wird, erheben wir außerdem JHWH, erklären Ihn zu unseren Gott, und ehren wir Jeschua und erheben ihn zu unseren Messias.

3.) Das neue Testament:

Auch im Neuen Testament finden wir das Schofar als Zeichen der Verheißung und Prophetie im Kontext zu Jeschua und der Endzeit.

3.1) Die Wiederkunft des Messias verkünden:

Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten im Messias werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen rasch hinweggeführt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herr sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten! <<

1.Thessalonicher 4:15-18

→ Da Jeschua der König ist und da er der Bräutigam ist, wird seine Wiederkunft mit lauten Hörnerschall angekündigt, damit wir, die Braut, uns vorbereiten können.

3.2) Gottes Volk versammeln:

Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.

Matthäus 24:29-31

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

1.Korinther 15:51-52

→ Wie damals am Sinai das Volk gesammelt wurde, so wird das Volk erneut durch den Messias gesammelt. Die Bibel sagt, dass die verlorenen Stämme des Nordreiches „Haus Israel“, die sich vom Südreich „Haus Juda“ abgespalten haben durch die Assyrer verschleppt und als Strafe für ihren Götzendienst auf der ganzen Erde zerstreut wurden. Überall auf der Welt befinden sich unerkannt israelitische Genträger, die der Messias Jeschua sammeln möchte, wie er selbst verheißen hat für die verlorenen Schafe des Hauses Israel gekommen zu sein (Jesaja 11:1-16).

3.3) Das Gericht über die Erde verkünden:

Und der erste Engel stieß in die Posaune, und es entstand Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen; und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte. Und der zweite Engel stieß in die Posaune, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, und der dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Leben hatten, starb, und der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde. Und der dritte Engel stieß in die Posaune; da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen; und der Name des Sternes heißt Wermut. Und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Gewässern, weil sie bitter geworden waren. Und der vierte Engel stieß in die Posaune; da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, damit der dritte Teil von ihnen verfinstert würde und der Tag für den dritten Teil seiner Dauer kein Licht habe, und die Nacht in gleicher Weise.

Offenbarung 8:7-12

Und der fünfte Engel stieß in die Posaune; und ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben. Und er öffnete den Schlund des Abgrunds, und ein Rauch stieg empor aus dem Schlund, wie der Rauch eines großen Schmelzofens, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Schlundes. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde; und es wurde ihnen Vollmacht gegeben, wie die Skorpione der Erde Vollmacht haben. Und es wurde ihnen gesagt, dass sie dem Gras der Erde keinen Schaden zufügen sollten, auch nicht irgendetwas Grünem, noch irgendeinem Baum, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht an ihrer Stirn haben. Und es wurde ihnen gegeben, sie nicht zu töten, sondern sie sollten fünf Monate lang gequält werden. Und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.

Offenbarung 9:1-5

Und der sechste Engel stieß in die Posaune, und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht, die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat! Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und Monat und Jahr bereitstanden, den dritten Teil der Menschen zu töten.

Offenbarung 9:13-15

→ In der Offenbarung heißt es sechsmal, dass Engel das Schofar blasen und sechs verschiedene Plagen über die Erde bringen: Die Vegetation wird zerstört, die Meere werden geschlagen, die Wasser werden geschlagen, die Himmel werden geschlagen, Heuschrecken gegen die Gottlosen, ein Drittel der Menschen auf der Erde wird geschlagen.

3.4) Verkündigung der Aufrichtung des Reiches Gottes

Und der siebte Engel stieß in die Posaune; da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Messias zuteilgeworden, und er wird Herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die 24 Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Wir danken dir, o Herr, Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast!

Offenbarung 11:15-17

→ Jeschua bekannte selber, König zu sein, von einem Reich nicht von dieser Welt. Er ist der von Gott eingesetzte Herrscher (Johannes 18:36-37; Jesaja 9:5-6).

4.) Praxis:

Nirgendwo in der Bibel finden wir auch nur einen Vers, der das Schofarblasen auf eine bestimmte Gruppe, z. B. Priester, Leviten, Juden oder Männer erlaubt. Jeder gläubige Mensch, egal ob Mann oder Frau, ob Voll- oder Minderjährig darf das Schofar blasen, sofern dies zur Verherrlichung Gottes dient. Wer ein Schofar blasen bzw. kaufen möchte, kann dies über diverse Onlineshops* oder bei einem Schofarseminar beim Schofardienst von Hermann Schneider machen.

5.) Liste mit Bibelversen:

Das Schofar dient dazu:

  1. eine Offenbarung Gottes zu erhalten und eine Botschaft zu verkünden (Jesaja 58:1; Hebräer 12:18-21; Offenbarung 1:10, 4:1, 10:5-8)
  2. vor dem kommenden Tag JHWHs und dem Gericht und zu warnen und dieses zu verkünden (Hesekiel 7:14, 33:3-6; Hosea 5:8-13, 8:1-4; Joel 2:1-2; Zefanja 1:14-17; Sacharja 9:13-17; Offenbarung 8:7-9:15)
  3. die Wiederkunft des Messias anzukündigen (1. Thessalonicher 4:15-18)
  4. vor dem Krieg zu warnen (Hiob 39:24-25; Jesaja 18:3; Jeremia 4:5-21, 6:1-17)
  5. das Volk zum Krieg zu versammeln (Richter 3:27-29, 6:33-35; 1. Samuel 13:3-4; 2. Samuel 2:1-2; Jeremia 4:5-6, 51:27)
  6. Mauern niederzureißen, Feinde zu überwinden und den Sieg über die Feinde zu erringen (Josua 6:2-20; Richter 7:8-22)
  7. den Sieg zu verkünden (2. Samuel 20:22)
  8. einen Neubeginn anzukündigen (4. Mose 10:10; Psalm 81:3-5)
  9. zur Versammlung von Gottes Volk und Sammlung der Zerstreuten von Gottes Volk (2. Mose 19:10-20, 20:18-22; Nehemia 4:12-14; Jesaja 27:13; Jeremia 4:5; Joel 2:15; Matthäus 24:29-31; 1. Korinther 15:51-52)
  10. Streit unter Brüdern zu beenden (2. Samuel 2:26-29, 18:16)
  11. die Freiheit im Jubeljahr zu proklamieren (3. Mose 25:8-13)
  12. die Einsetzung eines Königs anzukündigen (2. Samuel 15:10; 2. Chronik 23:11-13; 1. Könige 1:34-41; 2. Könige 9:13, 11:12-14)
  13. die Aufrichtung des Reich Gottes zu verkündigen (Offenbarung 11:15-17)
  14. Gott zu loben und anzubeten (2. Samuel 6:12-15; 1. Chronik 13:8, 15:24-28, 16:42; 2. Chronik 5:12-14, 7:6, 15:12-15, 29:26-30; Psalm 47:5-7, 98:4-6, 150:1-6)

6.) Literaturvorschläge:

  1. Der Ruf des Schofars: Das ursprüngliche, hebräisch geprägte Christsein wiederentdecken* von von Jim Gettmann
  2. Das Schofar: Die Wiederentdeckung eines fast vergessenen „Blas“-instruments* von Hermann J. Schneider

7.) Dislcaimer:

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