DER SCHABBAT – Teil 3: Der Lunar-Sabbat

Seit Jahren lassen sich immer wieder bibeltreue Geschwister auf eine Theorie ein, die besagt, dass die Sieben-Tage-Woche biblisch nach jedem Neumond neu festgelegt wird. Demzufolge würde der Schabbat immer auf den 8., 15., 22. und 29. eines Mondmonats fallen. Das Ergebnis ist, dass viele Menschen jetzt einen Schabbat halten, der nicht mehr auf den Samstag, nicht einmal auf den falschen Sonntag, und auch nicht regelmäßig auf irgendeinen siebten Tag fällt. Vielmehr kann jeder Wochentag ein potentieller Lunar-Sabbat sein. In der biblischen Praxis ist es so, dass zwischen den Schabbaten sieben Tage liegen, während dies bei den Gläubigen dieser Theorie nicht immer der Fall ist. Sie haben acht oder neun Tage zwischen dem letzten Schabbat des einen Monats und dem ersten Schabbat des folgenden Monats. Das liegt daran, dass sie einen oder zwei zusätzliche „Neumondtage“ zwischen die „Wochen“ jedes Monats einfügen müssen, da ein Mondzyklus 29,53 Tage dauert. Im schlimmsten Fall, wenn der Neumond unvorhergesehen oder bei falscher Kalkulation schon an einem 28. Tag gesichtet wird, kann ein Wochenzyklus sogar bis zu 15 Tage dauern. Dies entspricht nicht dem, was uns die Bibel lehrt. Gerne möchte ich diese Aussagen biblisch und historisch beweisen.

1.) Die Bibel über den Schabbat:

[…] der erste Tag. […] der zweite Tag. […] der dritte Tag. […] der vierte Tag. […] der fünfte Tag. […] der sechste Tag. So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.

1. Mose 1:2-2:3

Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat,

2. Mose 16:26

Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt.<<

2. Mose 20:8-10

Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebten Tag ist der Sabbat völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Sabbattag eine Arbeit verrichtet, der soll unbedingt sterben!

2. Mose 31:15

Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist ein Sabbat der Ruhe, eine heilige Versammlung; da sollt ihr kein Werk tun; denn es ist der Sabbat JHWHs, in allen euren Wohnorten.

3. Mose 23:3

Halte den Sabbattag und heilige ihn, wie es dir der HERR, dein Gott, geboten hat! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Rind, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du.

5. Mose 5:12-14

2.) Die Theorie des Lunar-Sabbat:

Zunächst möchte ich die meistgenannten Behauptungen zusammenfassen, die ich bisher zur Unterstützung dieser Theorie gefunden habe.

  1. Es wird behauptet, dass der Schabbat auf den 15. von drei biblischen Monaten hintereinander fällt. Hierbei handelt es sich um die drei aufeinander folgenden Monate, die mit dem Auszug aus Ägypten beginnen. Da die Mondzyklen nur 29,53 Tage lang sind, könnte der Schabbat nicht dreimal hintereinander auf den 15. fallen, es sei denn, der Schabbat würde auf dem Mond basieren, weshalb er auch Lunar-Sabbat genannt wird.
  1. Es wird behauptet, dass kein Schabbat in der Heiligen Schrift nachweislich auf einen anderen Tag als den 8., 15., 22. oder 29. eines Mondzyklus fällt. Da nur etwa 15 % der Schabbate im gregorianischen Kalender auf diese Tage fallen, wird dies als Beweis für den Lunar-Sabbat gewertet.
  1. Es wird behauptet, dass der Neumond für die Festlegung der Wochentage von wesentlicher Bedeutung ist, da dies als solches auch für die Festlegung der Monate und hohen Festtage ist. Wenn der Kalender für die Berechnung der Festtage richtig ist, muss er demnach auch für die Berechnung des Schabbat richtig sein, da der Schabbat zu den Festen gehört.
  1. Es wird behauptet, dass alte Autoritäten die Sieben-Tage-Woche auf babylonische Quellen zurückführen und dass die Juden früher den Lunar-Sabbat hielten. Dies wurde anscheinend im babylonischen Exil, oder später durch Perser, Griechen oder Römer geändert und ist der Grund dafür, dass die Juden heute den Samstag nach dem gregorianischen Kalender ehren.
  1. Es wird behauptet, dass es Indizien gibt, die auf den Lunar-Sabbat zur Zeit von Jehoschua ben Nun („Josua, dem Sohn des Nun“), Schlomo ha Melech („König Salomon“), Chiskijahu ha Melech („König Hiskia“) und dem Schaliach Schaul („Apostel Paulus“) hinweisen.
  1. Es wird behauptet, dass die Neumondtage grundsätzlich wie alle hohen Festtage nicht als „Arbeitstage“ zählen, so gibt es in einem 29-tägigen Mondzyklus immer noch sechs Arbeitstage in jedem Wochenzyklus.

Auch wenn hier und da noch andere Gedanken zu dieser Theorie auftauchen, sind dies die, welche wiederholt auftauchen. Was nirgendwo auftaucht, ist eine Lehre die auf Versen à la „So spricht JHWH“ basieren.

3.) Die Beweise für oder gegen den Lunar-Sabbat:

Denn Mosche hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Schabbat vorgelesen wird.

Apostelgeschichte 15:21

Das Nordreich Israel, auch als „die verlorenen Stämme“, wurde von Assyrien über den Kaukasus und Kleinasien, die heutigen Länder Georgien, Armenien und Türkei weiter nach Russland zerstreut und letztlich mit den skythischen und sakischen Reiternomaden bis durch Zentralasien bis nach China und über Südost- und Osteuropa in der Völkerwanderung in ganz Europa zerstreut. Doch die Juden wurden erst später von Babylonien deportiert und während der persischen Herrschaft weiter zerstreut. Nur etwa 10% aller Juden kamen aus diesem Exil zurück nach Jehuda und die restlichen 90% waren wichtige Beamte, Kaufleute und Soldaten in Persien. Sie zerstreuten sich vom heutigen Irak und Iran sogar über Afghanistan und Pakistan bis nach Indien und China, sowie in Afrika über Ägypten bis nach Äthiopien und teilweise Simbabwe. Dies geschah noch vor der Macht der Griechen und Römer und viele dieser Länder waren gehörten keinem der biblische Großreiche an und unterstand auch zur Zeit Jeschuas nicht dem römischen Reich. Es ist unmöglich, dass zur römischen Zeit mehrere Million Juden, die über die ganze Welt verstreut waren, gleichzeitig davon überzeugt werden konnten, ihre Art der Schabbatheiligung zu ändern, ohne dass eine Fülle von historischen Beweisen zurückblieb, um dies zu beweisen. Demnach hätte die Änderung des Schabbats schon vor Paulus, aber somit auch vor Jeschua stattfinden müssen, zum Beispiel im Exil in Babylon und Persien. Doch dann, hätten Jeschua und die Apostel die Änderung des Schabbats angesprochen und als Gesetzlosigkeit verurteilt, wie es auch bei anderen Sünden des jüdischen Volkes und der jüdischen Schriftgelehrten geschah. Mehr noch: Das Evangelium wurde im ersten Jahrhundert in alle Teile der bekannten Welt getragen.

wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.

Kolosser 1:23

Die Anhänger des Lunar-Sabbat behaupten demnach, dass die Apostel, als sie in alle Ecken der damals bekannten Erde reisten, dort den Lunar-Sabbat hielten und lehrten. Tatsächlich aber standen viele Orte, zum Beispiel die britischen Inseln, die afrikanischen Gebiete südlich von Ägypten oder Asien östlich von Syrien im 1. bis 3. Jahrhundert nicht unter dem Einfluss Roms und diese Gebiete waren alle voneinander unabhängig. Laut Sokrates von Konstantinopel und Sozomen hielten die meisten der frühen Kirche, mit Ausnahme von Rom und Alexandria, den Schabbat des siebten Tages. Historische Dokumente weisen zum Beispiel darauf hin, dass die Angehörigen der iroschottischen Kirche auf den britischen Inseln, die Tewahedo-Kirche im heutigen Äthiopien oder die malabarische Kirche in Indien den Schabbat am siebten Tag feierten, bis die römisch-katholische Kirche oder orthodoxe Kirchen dort jeweils Fuß gefasst hatten. Und es gab gewiss keine Möglichkeit, die Juden, sowie die Christen auf der ganzen Welt, die treue Schabbathaltende waren, davon zu überzeugen, ihren Tag der Anbetung zu ändern, ohne dass dies in der Geschichte aufgetaucht wäre. Die Verlegung des Schabbat auf den Sonntag lässt sich in der Geschichte reichlich nachweisen und beweist genau dadurch, dass die andere Verlegung nie stattgefunden hat.

Die V. Behauptung ist wie schon gesagt, nur auf einem Indiz basierend. Wenn wir Indizien zulassen würden, müssten wir feststellen, dass der erste Tag des Monats in den folgenden Passagen nicht als heilig behandelt wurde, denn Noach entfernte die Abdeckung der Arche am Neumond, was eine arbeitsreiche Leistung war (1. Mose 8:13), die Männer Jisraels wurden am Neumond gezählt, was gewiss auch eine arbeitsreiche Aufgabe war (4. Mose 1:1) und Esra war an zwei Neumonden unterwegs, was auch keiner Ruhepause gleichkommt (Esra 7:9).

Die VI. Behauptung in der kurzen Liste der Beweise für den Mondsabbat beruht auf einem einzigen Vers in Hesekiel:

So spricht JHWH, der Herr: Das Tor des inneren Vorhofs, das gegen Osten sieht, soll während der sechs Werktage geschlossen bleiben; aber am Schabbattag und am Tag des Neumonds soll es geöffnet werden.

Hesekiel 46:1

Die Argumentation lautet wie folgt: Wenn das Tor an den sechs Werktagen geschlossen ist und am Neumond geöffnet wird, dann kann der Neumond nicht zu den sechs Werktagen gehören. Und da er nicht zu den sechs Werktagen gehört, kann er auch nicht Teil der Woche sein. Der Fehler liegt in der Tatsache, dass der Vers eine ganz natürliche Schreibweise ist, selbst wenn die Neumonde an verschiedenen Wochentagen auftreten würden. Die Schlussfolgerung, die die Befürworter des Lunar-Sabbat ziehen, ist ungerechtfertigt und spekulativ. Es wäre so, als würde man „Gott liebt den fröhlichen Geber“ lesen und daraus den Schluss ziehen, dass Gott andere, die nicht gerne geben, nicht liebt.

4.) Weitere Beweise gegen den Lunar-Sabbat:

Kein einziger der sechs Behauptungen für den Lunar-Sabbat hält einer Untersuchung stand. Damit wäre das Thema eigentlich erledigt. Die Bibel ist kurz und aber dennoch sehr gut und vollständig geschrieben. Wir können zwar nicht verlangen, dass sie genügend Details enthält, um uns manchmal vor falschen Schlussfolgerungen zu bewahren. Aber wir können stets darauf achtgeben, wo zum Beispiel „So spricht JHWH“ als eine Art Glaubensartikel geschrieben steht.

Die erste Woche begann in 1. Mose 1, bevor der Mond zu scheinen begann. Damit steht fest, dass die Woche schon immer unabhängig vom Mondzyklus war. Die Tatsache, dass jemand eine lange Liste von Argumenten hat, ist kein Beweis dafür, dass sie richtig sind. Es kann nur ein Beweis dafür sein, dass er entschlossen ist, seinen Standpunkt zu vertreten. Und wenn das erste dieser Argumente schwach ist, braucht man sich über die Schlussfolgerung nicht zu wundern. Um der Gründlichkeit willen werden im Folgenden dennoch einige weitere Argumente gegen den Lunar-Sabbat gelistet.

Einige Studien weisen darauf hin, dass Exodus 19 ein Beispiel für einen Monat ist, in dem die Sabbate gut mit dem Mondkalender korrelieren. Das Argument lautet wie folgt: „Israel verließ Ägypten in der Nacht des 15. Abib. Drei Monate später, am selben Tag, dem 15., ruhten sie vor dem Berg. (Siehe Deuteronomium 16:1; Numeri 33:3; Exodus 19:1-2.)“ Aber wenn wir den Abschnitt lesen, stellen wir fest, dass der 15. und 16. Tage der Reinigung und Vorbereitung auf die Begegnung mit dem heiligen Gott am 17. waren. Wenn eines dieser drei Daten für einen Sabbat aus der Erzählung gewählt werden muss, ist der 17. besser.

Da sprach JHWH zu Mosche: Siehe, ich will in einer dichten Wolke zu dir kommen, damit das Volk meine Worte hört, die ich mit dir rede, und auch dir für alle Zeit glaubt. Und Mosche verkündete JHWH die Worte des Volkes. Da sprach JHWH zu Mosche: Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen; und sie sollen ihre Kleider waschen; und sie sollen bereit sein für den dritten Tag; denn am dritten Tag wird JHWH vor den Augen des ganzen Volkes herabsteigen auf den Berg Sinai.

2. Mose 19:9-11

Aber eigentlich gibt es nicht genug Daten, um aus jedem Tag einen Sabbat zu machen. Das Argument in der obigen Formulierung könnte den Leser zu der Annahme verleiten, dass die Bibel den 15. mit „Ruhe“ assoziiert, aber die Bibelstelle assoziiert ihn eher mit „zelten“ im Sinne von „lagern“. Als Vorbereitungstag scheinen der 15. und 16. keine Schabbate zu sein.

Zumindest eine Studie verweist auf 3. Mose 23:15-16 als Beweis für den Lunar-Sabbat. Die Argumentation lautet etwa wie folgt: „3. Mose 23:15-16 sagt uns, dass Pfingsten immer am ersten Tag der Woche am 9. des dritten Monats stattfindet…“. Wenn dies wahr wäre, nämlich dass der 9. des Monats immer ein „erster Tag“ der Woche war, wäre dies in der Tat ein sehr starkes Argument für die Einhaltung des Lunar-Sabbat. Aber man kann 3. Mose 23:15-16, seinen Kontext und sogar die ganze Bibel lesen, und man wird keinen Vers finden, der diese Behauptung stützt. Es gibt keine Stelle, die besagt, dass Schawuot auf den 9. Tag des dritten Monats fiel.

Und ihr sollt für euch zählen von dem Morgen nach dem Schabbat an, von dem Tag an, an dem ihr die Garbe des Webeopfers gebracht habt; sieben Schabbate sollen voll sein: bis an den Morgen nach dem siebten Schabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen, und ihr sollt JHWH ein neues Speisopfer darbringen.

3. Mose 23:15-16

Am ersten Tag des ersten Monats sollst du die Wohnung, die Stiftshütte, aufrichten. […] Und es geschah im zweiten Jahr, am ersten Tag des ersten Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet.

2. Mose 40:2+17

Die Priester wurden eine Woche lang geheiligt. Wenn wir der Geschichte einen siebentägigen Schabbat zuordnen müssen, wäre der beste Ort der siebte Tag ihres Aufenthalts im Tempel. Aber selbst das wäre ein wenig weit hergeholt. Die Wahrheit ist, dass die Geschichte in 3. Mose 8-9 keine weiteren Informationen darüber enthält, wann der Schabbat stattfand.

Der 22. Tag des siebten Monats sollte immer eine heilige Versammlung sein, der letzte Tag des Laubhüttenfestes. Wenn Salomo diesen Tag in 2. Chronik 7:8-10 so beibehielt, wirft das kein zusätzliches Licht auf die Frage, ob diese heilige Zusammenkunft auch mit dem Schabbat zusammenfiel.

Manche finden in Esther 9 scheinbare Hinweise auf einen Schabbat am 15. des 12. Monats. Aber der Text weist darauf hin, dass sowohl der 14. als auch der 15. als besondere Tage gehalten wurden, und so gibt der Text keine Auskunft darüber, ob der 14. oder der 15. oder keiner dieser Tage ein Schabbat war.

Die Geschichte von Chiskijahu beschreibt sechzehn Tage der Reinigung des Hofes und des Tempels. Am achten Tag begannen sie mit den Arbeiten am Tempel selbst. Am 16. Tag waren sie fertig. Es gibt jedoch keinen Hinweis auf den Schabbat. In der Tat ist es ziemlich offensichtlich, dass, wenn ein Tag heilig gehalten wurde, es nicht der 8. Tag war, da sie an dem Tag begannen zu arbeiten.

Die Heilung des Blinden am Schabbat in Johannes 9 wird als Beweis für einen Schabbat am 22. des siebten Monats angesehen. Die Argumentation lautet wie folgt: „Der Messias besuchte das Laubhüttenfest (Johannes 7:10), am letzten Tag des Festes, dem 21. des siebten Monats, stand dort der Messias und sprach (Johannes 7:37), der Messias verbrachte die Nacht auf dem Ölberg (Johannes 8:1), am nächsten Morgen, dem 22. des siebten Monats, kehrte er in den Tempel zurück (Johannes 8:2), im Tempel heilte er einen Blinden (Johannes 9:6), die Heilung des Blinden erregte großen Ärger, denn es war der Schabbat (Johannes 9:14.). Dies beweist den Schabbat wieder auf den 8., 15., 22. und 29. des Monats.“. Johannes 8:1 ist höchstwahrscheinlich der 21. des siebten Monats. Aber dass es derselbe Tag wie in Johannes 9:14 ist, ist sehr weit hergeholt. Während Jeschua in Johannes 8:2 in den Tempel ging, wanderte er 59 Verse später, in Johannes 9:1, schon wieder. In Johannes 11:55 ist man schon wieder ganz nah am Passahfest. Es gibt keinen vernünftigen Weg, um herauszufinden, wie viel Zeit zwischen den Versen und Kapiteln verstrichen ist. Selbst wenn Johannes 9:6 sagen würde, dass der Mann im Tempel geheilt wurde, wäre das kein Beweis dafür, dass es derselbe Tag war, denn Jeschua war viele Male im Tempel:

Jeschua antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.

Johannes 18:20

5.) Schlussfolgerung

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Gedanken, die diese Theorie im Grundsatz stützen, fehlerhaft sind. Verschiedene Teile davon sind entweder spekulativ, auf Schlussfolgerungen basierend oder schlichtweg uninspiriert. Ob aus biblischer oder historischer Sicht, die Idee hält einer Überprüfung nicht stand.

2 Gedanken zu “DER SCHABBAT – Teil 3: Der Lunar-Sabbat”

  1. Du hast im Hinblick des Sabbat s vergessen Hebräer Kapitel 4 zu erwähnen!
    Dort steht im Vers 9 ; ES BLEIBT ALSO NOCH EIN RUHETAG VORHANDEN für den Herrn!
    In dem Kapitel steht außerdem geschrieben:
    So meine Kinder hören 👂🏼… denn sie haben den Sabbat abgeschafft…. Obwohl Jesus meinte ; ich bin nicht gekommen um aufzuheben, sondern zu erfüllen! Was hat er erfüllt? ER GING FÜR UNS ANS KREUZ UND NAHM ALLE Sünden und Krankheiten auf sich ! DAS HAT ER ERFÜLLT…. Dadurch können wir zwar einige GESETZE streichen….und einige Sabbate… aber nicht den Tag des Herrn! Den Ruhetag FÜR DEN HERRN! DIE GEBOTE SIND NICHT AUFGEHOBEN! Oder darf man jetzt Lügen? Stehlen? Ehebrechen ? Usw …. Die LIEBE IST IN ALLEN GEBOTEN ENTHALTEN…. Jaaa aber die Wahrheit ist: dass die GEBOTE nicht aufgehoben sind! Nur manche Gesetzte! Gesetzt kann man ändern! GEBOTE GOTTES NICHT !

    So würde ich es argumentieren !
    Mit den Worten der Bibel ! Aus Überzeugung!

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